Regisseur Leander Haußmann wurde in Quedlinburg geboren. Nach einer Drucker-Ausbildung und diversen »Nischen-Jobs«, u.a. als Lagerverwalter und technischer Zeichner, studierte er an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Es folgten Engagements in Gera, Parchim und Weimar, wo Leander Haußmann auch als Regisseur arbeitete. »Theater heute« kürte ihn 1991 zum besten Nachwuchsregisseur des Landes.
Vier Jahre später übernahm er die Intendanz des Schauspielhauses Bochum. 1996 spielte der damals jüngste Theaterintendant Deutschlands in Detlev Bucks »Männerpension« den jüngsten Gefängnisdirektor Deutschlands. 1999 hatte Leander Haußmann mit »Sonnenallee« seinen ersten Regie-Erfolg im Kino. Im selben Jahr erhielt er dafür zusammen mit Thomas Brussig den Drehbuchpreis der Bundesregierung und im Jahr 2000 den Filmpreis in Silber. Für den BR drehte er 2001 die Dokumentation »Die Durchmacher«. Als er den Roman von Sven Regener las, entschied er sich sofort dafür, das Buch als Regisseur umzusetzen. Das Theater ließ ihn nicht los und so inszenierte er zwischenzeitlich immer wieder, am Thalia in Hamburg, an der Berliner Volksbühne und dem Berliner Ensemble, zuletzt »Elektra« von Hugo von Hoffmannsthal.